Am 1. April 2022 ist die QS-Ver­­ein­­ba­rung zum Tele­mo­ni­to­ring bei Herz­in­suf­fi­zi­enz in Kraft getre­ten. Mit die­ser set­zen die Kas­sen­ärzt­li­che Bun­des­ver­ei­ni­gung (KBV) und der GKV-Spi­t­­zen­­ver­­­band einen wich­ti­gen Qua­li­täts­maß­stab. SHL Tele­me­di­zin unter­stützt Anwender*innen dar­in, die Hür­den der vie­len Anfor­de­run­gen zu über­win­den.

Tele­mo­ni­to­ring ist für Kardiolog*innen eine span­nen­de Per­spek­ti­ve, aber was ist beim Auf­bau eines Tele­me­di­zi­ni­schen Zen­trums (TMZ) zu beach­ten? Von TMZ wird für das Her­z­in­­suf­­fi­­zi­enz-Moni­­to­ring eine zusätz­li­che Geneh­mi­gung durch die Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung (KV) gefor­dert. Aller­dings war bis­her nicht defi­niert unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Geneh­mi­gung erfolgt. Mit der QS-Ver­­ein­­ba­rung ste­hen die fach­li­chen und tech­ni­schen Kri­te­ri­en fest. Kardiolog*innen, die ein TMZ auf­bau­en möch­ten, kön­nen nun bes­ser pla­nen. Die Anfor­de­run­gen sind zwar kom­plex aber sie set­zen auch einen wich­ti­gen Maß­stab für die Qua­li­tät der Ver­sor­gung.

Die Ver­ein­ba­rung gibt vor, wel­che fach­li­chen Anfor­de­run­gen erfüllt wer­den müs­sen. TMZ-Leis­­tun­­gen kön­nen von Ärzt*innen der Fach­rich­tun­gen Inne­re Medi­zin und Kar­dio­lo­gie durch­ge­führt und abge­rech­net wer­den. Auch Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te oder Gesun­d­heits- und Kran­ken­pfle­ger dür­fen die Leis­tun­gen unter Anlei­tung und regel­mä­ßi­ger Über­wa­chung von Fachärzt*innen aus­füh­ren. Das hat den Vor­teil, dass Tele­me­di­zi­ni­sche Zen­tren Auf­ga­ben unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen dele­gie­ren kön­nen und dadurch bei der Betreu­ung ihrer Patient*innen ent­las­tet wer­den.

Die QS-Ver­­ein­­ba­rung legt außer­dem fest, wel­che tech­ni­schen Kri­te­ri­en für eine Geneh­mi­gung erfüllt sein müs­sen. Das TMZ muss zum Bei­spiel eine auto­ma­ti­sier­te Ana­ly­se der Mess­da­ten gewähr­leis­ten. Bei Über- oder Unter­schrei­ten von zuvor fest­ge­leg­ten Grenz­wer­ten soll eine Warn­mel­dung erfol­gen. Grund­sätz­lich müs­sen Mess­ge­rä­te, Über­tra­gungs­ge­rä­te und Soft­ware mit­ein­an­der kom­pa­ti­bel und für den Anwen­dungs­zweck geeig­net sein. Das heißt, auch die Aus­stat­tung muss hohe Qua­li­täts­stan­dards erfül­len.

Dazu kommt, dass die Erfül­lung aller Anfor­de­run­gen bei der Antrags­stel­lung gegen­über der KV nach­zu­wei­sen ist. Part­ner von SHL Tele­me­di­zin erhal­ten die­sen Nach­weis, denn mit unse­rem Ange­bot tele­cor erfül­len wir alle tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Anfor­de­run­gen. Mit tele­cor kön­nen sich Kardiolog*innen somit voll­kom­men auf die Pra­xis fokus­sie­ren.

Gra­fik: iStock.com/PIKSEL

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