Telemonitoring wirkt auch bei COPD

12. Juli 2022

Studien zeigen, dass Telemonitoring neben Herzinsuffizienz und Diabetes auch die Behandlung von COPD deutlich verbessern und zeitgleich Gesundheitskosten senken kann. SHL Telemedizin setzt schon lange auf das Telemonitoring – aus gutem Grund.

Ein Vorzeige-Beispiel, wenn es um Telemonitoring geht, ist die Behandlung von Herzinsuffizienz. Denn das Telemonitoring bei Herzinsuffizienz hat nicht nur wissenschaftlich seinen Mehrwert bewiesen, es hat sich auch in der gesetzlichen Regelversorgung etabliert. Patient*innen profitieren durch die digitale Messung und Überwachung ihrer Vitalparameter von einer engmaschigen Betreuung und einer höheren Lebensqualität. Ein großer Mehrwert, der auch bei anderen chronischen Erkrankungen genutzt werden sollte. Studien zeigen: Telemonitoring wirkt auch bei COPD.

Telemonitoring bei COPD senkt Gesundheitskosten

In einer Studie hat das Hamburg Center for Health Economics (HCHE) auf Basis eines unserer Programme in Deutschland untersucht, welche Auswirkungen das Telemonitoring bei COPD auf medizinische Kosten, auf Krankenhausaufenthalte und die Mortalität hat. Die Ergebnisse zeigten, dass Telemonitoring bei COPD zu kürzeren und insgesamt deutlich weniger Krankenhausaufenthalten beitrug und auch die Sterblichkeit verringert werden konnte. Insgesamt senkte Telemonitoring die Gesamtkosten je Patient*in um 895 Euro im Jahr im Vergleich zur konventionellen COPD-Versorgung – ein wichtiger Faktor dabei waren die eingesparten Krankenhausaufenthalte. Insgesamt bieten diese Erkenntnisse einen großen Mehrwert, sowohl für COPD-Patient*innen als auch für das ganze Gesundheitssystem!

Patient*innen und Ärzt*innen bewerten Einsatz positiv

Auch eine Studie der Universitätsmedizin Essen belegt, dass Telemonitoring die Behandlung von chronischen und akuten Lungenerkrankungen, darunter auch COPD, sinnvoll ergänzen kann. In der Studie wurde der Krankheitsverlauf von Patient*innen per Smartphone-App und Bluetooth-Spirometer überwacht. Im Anschluss haben Forscher*innen mithilfe von Fragebögen die Erfahrung von Patient*innen und Ärzt*innen mit dem digitalen Versorgungsprogramm ermittelt. Dabei bewerteten Patient*innen das digitale Programm durchweg positiv. Besonders die „Erfahrung mit der häuslichen Messung“ mit 99 Prozent und die „Kommunikation / Interaktion“ mit 83 Prozent wurden sehr positiv bewertet.

An dieser Stelle zeigen die Ergebnisse der Studie eine große Chance für den Einsatz bei COPD auf. Denn eine hohe Akzeptanz auf Patientenseite ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Telemonitoring als Versorgungsform funktioniert. Darüber hinaus empfanden 70 Prozent der Patient*innen eine Verbesserung der Lebensqualität. Auch das unterstreicht, wie wertvoll das Telemonitoring für den Alltag chronisch kranker Patient*innen ist. Die beteiligten Ärzt*innen bewerteten das Programm ebenfalls positiv.

Telemonitoring verbessert die Behandlung von COPD erheblich

Beide Studien zeigen eindrucksvoll, dass Telemonitoring auch die Behandlung von COPD sinnvoll ergänzen kann. Die digitale Messung von Vitalparametern bei COPD senkt die Mortalität und Kosten und minimiert Krankenhausaufenthalte. Gleichzeitig erhalten Patient*innen niedrigschwellig Unterstützung, um besser mit ihrer Erkrankung umzugehen. Außerdem können Ärzt*innen mithilfe des Telemonitoring Patient*innen noch individueller und gezielter behandeln. Die zahlreichen Vorteile machen deutlich: Telemonitoring kann die Behandlung von COPD wesentlich verbessern!

Grafik: iStock.com/VioletaStoimenova